Pfingstausfahrt 2013 – Brilon

Unsere diesjährige Pfingstausfahrt stand ja unter einem ganz besonderen Stern, denn wir waren auf die Hochzeit von unserem „Mescheder Brautpaar“ eingeladen.
Deshalb machten sich 23 Gespanne auf den Weg und kamen bei strömendem Regen, heftigen Windböen und schnittiger Kälte am Campingplatz „Ferienpark Brilon“ an. Da die Stellplätze alle riesig waren, unser Gruppenzwang aber ja sehr ausgeprägt ist, rückten wir etwas näher zusammen und unsere Platzwirte haben es mit Bravour gemeistert – trotz der Semmellieferplatznummerproblematik. DANKE.

Die allgemeine Wiedersehensfreude fiel wetterbedingt etwas kürzer aus und am ersten Abend war auch ziemlich schnell Ruhe und jeder verkroch sich in seinen Wohnwagen.
Der Samstag, war der große Tag – die HOCHZEIT.

Doch zuerst war wieder mal das offizielle Begrüßungritual durch unseren neuen „Chief“ angesagt. Alle waren pünktlich da – nur einer fehlte – wer wohl und wo war er….*Grins*
Danach machten wir uns im strömenden Regen und bitterer Kälte auf die Socken, um am Anlegesteg des Hennesees pünktlich unser Brautpaar zu empfangen. Wir schafften es gerade noch, unser Herz aufzustellen, die Sektgläser zu füllen und schon war das Schiff in Sicht.
Schnell bestellten wir noch den Regen ab (Kälte hat leider nicht funktioniert) und unser Brautpaar stieg unter Zurufen aus. Durch unser Spalier hindurch mussten sie das Herz ausschneiden und natürlich auch noch durchklettern. Als Belohnung gab es ein Gläschen Sekt.
Da aber ein steifes Brischen wehte, hatten wir starkes Mitleid mit der Braut und entließen sie ziemlich schnell. Am Campingplatz angekommen, erledigte jeder noch so seine persönlichen Sächelchen und schon begann die „Schick- und Glättzeit“. Pünktlich um 19.00 Uhr trafen wir dann im superschicken, warmen Festzelt ein und gratulierten hier erst mal so richtig unserem Brautpaar.  Nach der offiziellen Begrüßung – was bei ca. 240 Gästen a bisserle dauerte und unser Brautpaar schon zu bewundern war – ging´s ab. Es herrschte eine Bombenstimmung, die zwei DJ’s hatten ein gutes Gespür, sie heizten uns super ein. Es wurde getanzt, gesungen, gegessen und, und, und… Vor der Wohnwagensilhouette (jeder kennt sie von der Einladung her – diese wurde von Andy und Magnus nachgebaut und im Festzelt aufgestellt) konnte sich jeder durch Selbstauslöser fotografieren lassen – in jeder Pose, in jeder Kleidung…*Grins*. Der Service war einfach perfekt, ob an der Theke, an den Tischen oder im Außenbereich, man wurde sofort und gut versorgt. Dabei den Überblick zu behalten, war manchmal nicht ganz einfach. Auch die „Berliner Currywurst“-Bude war einfach super. Die Beiden hatten das total im Griff! Keiner musste hungrig gehen und so manches lustiges Schwätzchen entstand beim Warten und Entscheiden, welches Würstchen wie scharf sein soll… Nebenher gab’s auch noch viele, viele Köstlichkeiten von süß bis sauer… Unsere Pfälzer „Schuhplattler-Tanz-Gruppe“ hatte mit ihrer Showeinlage natürlich viel Erfolg. Sie gaben wieder mal alles – erst Schuhplatteln, dann einen Strip vom Feinsten und dann noch ein  Tutu-Auftritt – der tosende Beifall der Hochzeitsgäste gab ihnen recht. So wurde es immer später, die Gäste immer ausgelassener und irgendwann war die Feier zu Ende – zum Leidwesen einiger Weniger…

Am Sonntag war erst mal Hochzeits-Nachbesprechung angesagt bei, man glaubt es fast nicht, strahlendem Sonnenschein. Dabei kamen einige Episoden an´s Tageslicht *Grins*. Ja, ja, was in einer Hochzeitsnacht so alles passieren kann – vor allem den Gästen. Es wurde erzählt von einer Nachtduscherin? mit Klamottenversteckspiel? und evtl. Spaziergang im Mondenschein? bei akutem vollständigen Gedächtnisverlust??, vom Himmelsanbeter auf Knien wegen Missachtung des Antirutsch-Blockier-Systems?, vom Toilettenschnarcher?, vom Morgensonne-Wach-Schnarch-Träumer u.v.m…..

Danach suchten wir unser Brautpaar wegen diverser Aufräumaktionen im Festzelt auf. Nach dem Motto: Zusammen sind wir stark! Allerdings: Die wahre Meisterleistung hat unser A. B. vollbracht – er hat das Riesenzelt im Alleingang gewischt. Respekt!!! Trotz unseres Zustandes – Wir schafften es! Anders der Freundeskreis unseres Brautpaares – die waren platt und bewegungsunfähig – nur das „Göschle“ funktionierte immer noch. Die „Hunderer“ unternahmen zwischendurch schnell eine kurze Tour. Stunden später kamen sie wieder – kaputt, durstig, ausgebrannt. Unser D.H. fand wieder mal eine Abkürzung – dank i-Phone *Grins*. Der Satz unserer E. Sch.: Nie wieder!
Anschließend war Nachfeier angesagt. Unsere Ansätze der Vertilgungsversuche sämtlicher Reste dauerte bis weit in den Abend hinein und wurde von viel Gelächter und lustigen Aktionen begleitet. Unser „L.“ bewundert wahrscheinlich heute noch die überdimensionalen Kräfte unserer „Mescheder-Männer“, die einen Hinkelstein nach Obelixmanier mit bloßen Händen tragen, der eigentlich nur von einem Bagger bewegt werden kann…. Irgendwann gaben wir dann auf! Die Reste waren einfach nicht zu schaffen und wir verkrochen uns in unsere Betten….

Der Montag stand zur freien Verfügung. Unsere „Ulmer“ planten den Besuch einer nahen Mühle, da an diesem Wochenende „Tag der offenen Mühlen“ war. Die rege Teilnahme war fast überraschend – aber das ist ja das Schöne. Sie kamen dann auch gerade zur richtigen Zeit, um eine Mühlenführung mitmachen zu können. Diese war sehr aufschlussreich und interessant, da diese seit 1860 in Familienbesitz befindliche Mühle immer noch zum Schroten von Zuchtfutter genutzt wird. Die Familie war sehr gastfreundlich und hat unsere Leute anschließend auch noch mit Kuchen u.v.m. versorgt.
Unsere I. verwöhnte uns derzeit mit ihrem exquisiten Eierlikör – das wurde einigen von uns dann zum Verhängnis, denn wir mussten ja probieren, probieren….. Schon war der Nachmittag vorbei und der Abend nahte. Wir trafen uns alle in der Gaststätte in der unsere I. übernachtete zum Essen und gemütlichem Beisammensein. Die eisigen Temperaturen erlaubten einen Treff am Dorfplatz leider nicht. Allerdings wurde am Heimweg dann doch noch ein Zwischenstopp eingelegt um gewisse „Betthupferl“ einzunehmen, die dann teilweise schnelle Bettschwere hervorriefen. An diesem Abend wurde unsere A. D. zu unserer persönlichen Romantikbeauftragten erkoren. Denn wenn sie es nicht schafft mit ihren tausend Lichterlein und vielem mehr unsere Seele zu wärmen – WER DANN??

Der Dienstag war für unsere wieder zahlreich vertretene Jugend das Highlight. Denn sie verbrachten einen erlebnisreichen Tag im Freizeitpark „Fort Fun Abenteuerland“ in Bestwig – sie hatten auch noch Glück, denn das Wetter meinte es einigermaßen gut mit ihnen, es schüttete nicht, es regnete nur ab und an *Grins*. Unsere „Hunderer“ unternahmen wieder eine Wanderung. Abkürzungen? – Sie schweigen immer noch!
Am Abend grillten einige am Platz und so manch einer hängte sich einfach dran. Es ergab sich dadurch ein  großer Treff am Dorfplatz, der durch die Spenden einiger Camper sehr bereichert wurde. Leider wurde durch die erneute Schleusenöffnung von oben der Abend unfreiwillig vorzeitig beendet. Einige Hartgesottene trotzten dem Wetter und verbrachten einen recht lustigen und unterhaltsamen, feucht-fröhlichen Abend. Zumindest war an diesem Abend sehr schwer festzustellen, wem das Brett mehr zustehen sollte. Denn es gab so einige Anwärter, aber einer machte fast das große Rennen, gelle! G. aus L., oderrrr? Pssst, vielleicht sucht er noch immer sein Wohnmobil?

Der Mittwoch war wieder zur freien Verfügung. Bei manchen erwachte der Selbsterhaltungstrieb, es wurde eingekauft! Einige legten einen Spieletag ein, andere ruhten einfach. Am Abend trafen wir uns alle, um in eine nahe gelegene Waldhütte zu wandern, in der unser wetterbedingt vorverlegtes gemeinsames Camperessen, organisiert von unserem Braut- bzw. Ehepaar, stattfand. Wir waren alle sehr begeistert von der Lage und der Ausstattung der Hütte und auch von dem Essen in Büffetform.
Es war ein rundum gelungener Abend.

Am Donnerstag machten sich einige auf den Weg nach Willingen ins Wellness- und Erlebnisbad. Einige schlossen sich zusammen, das von 1518 bis 1974 betriebene Erzbergwerk und heutige Erzbergbaumuseum Ramsbeck zu besichtigen. Beide Gruppen waren sehr begeistert, glücklich und zufrieden bei der Heimkehr. Manche nutzen die Gunst der Stunde und verstauten schon mal ihr Hab und Gut. Das abendliche Beisammensein stand unter dem Motto „Fußballereignis des Jahres: Deutschland gegen Deutschland“. Und das im herrlich warmen „U“-Zelt! Dank G. und F., die unermüdlich immer wieder den Gasgrill zündeten, war es ein emotionalen Schwankungen unterliegender Wohlfühl-Tratsch-Quatsch-Fernseh-Abend.

Am Freitag kam es dann schon sehr bald zu regem Treiben am Platz. Alle packten und verstauten emsig ihre sieben Sachen. Um Punkt 11.00 Uhr war offizielle Verabschiedung. Unser Chief bedankte sich mit herzlichen Worten im Namen von uns allen nochmals für die Einladung bei unserem frisch gebackenen „Ehepaar“. Anschließend fand unter viel Gelächter die Verleihung des „Brettes“ statt. Da die Originalität unserer A. B. aus A. einfach nicht überboten werden konnte, wurde sie einstimmig zur Favoritin gewählt. *Grins* Mit einem allgemeinen Wochenrückblick beendete unser Chief die Ausfahrt.

Hier noch so kleine Episoden, die man so nebenbei aufschnappt :-):
„Ich muss mich um meine Frau kümmern – Stecken polieren!“

„Du hast in der Schul scho nix begriffn!“ –
„Ja ober Du wo – bis Du in die Schul kumma bist, wor ich scho längst draußen!“

„Mensch, wir fohrn etz hamm und homm immer nu su viel Grillfleisch!“ –
„Na, was is jetzt da das Problem? Dann lasst’s doch einfach do!“

S. R. und A. D. wetteten mal schnell: Klohäuserl oder Gartenhäuserl? Biker bekam es mit:
Klohäuserl ! (im Vertrauen ganz leise: Gartenhäuserl) –also hatte A. D. Wette verloren – S. R. geht leicht grinsend durch die Gegend.
Nach 2 Tagen ständigem Gesottere mit immer wiederkehrendem Bluthochdruck über diese Häuserl stellte S. R. es doch lieber richtig – sofort stand eine strahlende A. D. da, sie war besänftigt: Sie gewann die Wette doch noch *Grins*

Ich hoffe Ihr hattet Spaß beim Lesen und konntet manchmal etwas schmunzeln.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Schreiberlinchen

Wie immer an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlichen Dank an alle Spender. Bedingt durch das schlechte Wetter konnten die Spenden manchmal nicht so ganz richtig gewürdigt werden. Wir freuen uns aber nichts desto trotz weiterhin über viele, viele weitere Neuanschaffungen…

 

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